Dienstag, 1. september 2009
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Ein Bespiel: 1992 startete der gemeinnützige Verein
TransFair seine
Arbeit mit dem Ziel, benachteiligte Produzentenfamilien in Afrika, Asien und Lateinamerika zu fördern und durch den fairen Handel ihre Lebens- und Arbeitsbedingungen zu verbessern.
Ich frage "Warum soll fairer Handel und ordentliche Preise für Erzeuger, meist aus der Dritten Welt, ein Anliegen sein, was der
privaten Entscheidung bei der Wahl von Produkten obliegt?"
Immer noch gründet der Wohlstand der Industriestaaten, der Ersten Welt, auf der Ausbeutung von Ressourcen zu Dumpingpreisen in den armen Staaten. Wie lächerlich und zynisch ist im Vergleich dazu
unsere Debatte um jeden Cent und gerechte Entlohnung, um Finanzkrisen, wo 80% der Weltbevölkerung um ein Einkommen für ihre tägliche Ernährung kämpfen müssen?
Die EU subventioniert mit Millionen von Steuergeldern die Zuckerrübe, um sie gegenüber dem Zuckerrohr konkurrenzfähig zu halten und erstickt damit einen fairen Handel mit den
Zuckerrohrproduzenten. Parallel müssen diese Länder mit Millionen an Entwicklungshilfe unterstützt werden.
Dies ist nur ein Bespiel von vielen, das den Wahnsinn dieser Weltwirschaft offenbart.
Vernünftige und gerechte Preise für die Erzeuger würden jegliche Entwicklunghilfe überflüssig machen. Die Preise für Importnahrungsmittel und Rohstoffe würden bei uns steigen aber wir können
es uns leisten, die Erzeuger gerecht zu entlohnen und ihnen nicht verschämt Almosen in Form von Spenden und Entwicklungshilfe zukommen zu lassen.
2009 ist Wahljahr und die Parteien sind aufgefordert hierzu Stellung zu nehmen. Der sog.
mündige Bürger sollte in den Parteiprogrammen genau nachlesen, welche Partei sich diesem Problem
stellen will.
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