Kernkompetenz, engl. core competence, beleuchtet politische, wissenschaftliche und soziale Themen und vieles mehr aus einem unabhängigen Blickwinkel. Getreu dem Motto, die Wirklichkeit ist nur so real wie unser Standpunkt es erlaubt.
Es geschieht, ohne dass Sie darüber nachdenken. Sie wollen ein eigentlich kostenloses Programm herunterladen und landen auf der Seite von mega-downloads.net. Diese verlangt eine Registrierung. Arglos geben Sie ein paar Daten ein und schliessen, ohne dass dies klar ersichtlich ist, einen Vertrag über 24 Monate für den Sie 192 Euro zahlen sollen!!
Originaltext aus dem AGB, ich zitiere:
§ 5 Preise und Zahlungsbedingungen
Zitat Ende
Sollte Ihnen das passiert sein, müssen Sie entsprechend reagieren. Mega-Downloads wird nicht beglichene Rechnungen sofort an ein Inkasso-Büro übergeben. Die Forderungen und die Art und Weise, wie ein angeblicher Vertrag zustande gekommen sein soll, sind anzuzweifeln. Jeder Betroffene kann weiter entscheiden, ob er Anzeige
erstatten will.
Das Geschäft scheint immer noch lukrativ zu sein, denn trotz Fernsehberichterstattung und der Gegenwehr von Betroffenen findet man die Seite weiter unbehelligt im Netz. Es ist davon auszugehen, dass viele einfach das Geld überweisen. Der Gesetzgeber hat bis jetzt nicht reagiert. Ich wünsche mir hier das gleiche konsequente Durchgreifen, wie es beispielsweise bei Kinderpornografie der Fall ist.
Ich stelle hier ein Musterschreiben zur Verfügung, wie es die Verbraucherzentralen empfehlen.
(Ihr Absender)
Einschreiben und Rückschein
(Empfängeradresse, also den Absender der Geldforderung)
(Datum)
Forderung Mega-downloads.net – Rechnungs-Nr./Kunden-Nr (hier Nummer aus der Rechnung eintragen)
Sehr geehrte Damen und Herren,
ich beziehe mich auf Ihr Schreiben vom (Datum der Rechnung eintragen), in dem Sie einen Betrag von ***** Euro für (ein zweijähriges Abonnement) verlangen.
Ich habe jedoch nach meiner Überzeugung keinen gültigen kostenpflichtigen Vertrag mit Ihnen geschlossen. Daher bin ich auch nicht bereit, Ihre Forderung zu begleichen. Sollten Sie dennoch meinen, dass es zwei übereinstimmende Willenserklärungen und einen gültigen Vertrag gibt, fordere ich Sie auf, den Nachweis zu erbringen, welches Angebot Sie mir in welcher Weise und zu welchem Zeitpunkt gemacht haben, und wie und wann ich dieses Angebot über eine kostenpflichtige Leistung angenommen habe und ein gültiger Vertrag gemäß den Bestimmungen des Fernabsatzrechtes und der BGB-Informationspflichten-Verordnung zustande gekommen ist.
Hilfsweise widerrufe und kündige ich fristlos den Ihrer Meinung nach bestehenden Vertrag und fechte ihn auch hilfsweise wegen arglistiger Täuschung an. Außerdem erkläre ich ebenfalls vorsorglich die Anfechtung wegen Irrtums über den Inhalt der abgegebenen Willenserklärungen.
Ich gehe davon aus, dass die Angelegenheit erledigt ist und bitte Sie um eine entsprechende schriftliche Bestätigung.
Mit freundlichen Grüßen